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Date: January 28, 2011 at 02:17:39
From: Rhanie, [180.193.0.138]
URL: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,742031,00.html
Subject: Daimler-Chef Zetsche Großes Sparpotenzial bei Verbrennungsmotoren

Hallo!

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,742031,00.html

Geht es um umweltfreundliche Antriebe, denken alle an den Elektromotor. Nicht nur Daimler-Chef Dieter Zetsche hält das für falsch - jedenfalls solange der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion so gering ist. Beim derzeitigen Energiemix hätten die Benzinmotoren das größte CO2-Einsparpotential.

Bochum - Solange Strom und Wasserstoff nicht regenerativ gewonnen werden, könnten innovative Diesel und Benziner mit Elektroautos ohne weiteres mithalten, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Mittwoch beim Car-Symposium in Bochum. Neue Techniken wie Downsizing, also Maschinen mit wenig Hubraum und Turboladern, und leichtere Materialien machen die Motoren weitaus weniger durstig und die Nachteile gegenüber den Stromern wett.

Eine Überzeugung, die nicht wenige Ingenieure teilen: "Die CO2-Bilanz eines Drei-Liter-Autos mit Verbrennungsmotor ist besser als die eines Elektrofahrzeugs", sagte zum Beispiel Bosch-Chef Franz Fehrenbach im April 2010 zum SPIEGEL.

Auf lange Sicht halten die Experten eine Ablösung des klassischen Verbrennungsmotors für ausgemacht. Die Zukunft gehöre dem Elektroantrieb. "Das Monopol des Verbrennungsmotors geht zu Ende", sagte Zetsche in Bochum. Es gehe aber nicht darum, den Verbrennungsmotor über Nacht zu ersetzen.

Gegen einen radikalen Umbruch sprechen sich auch Umweltschützer aus. Nach Einschätzung des Greenpeace-Verkehrsexperten Wolfgang Lohbeck würde Elektromobilität derzeit "unseriös und in unverantwortlicher Weise als kurzfristige Option propagiert." Die in der Öffentlichkeit vorherrschenden Argumente zur Förderung von Elektroautos seien der Klimaschutz und die Forderung "Weg vom Öl".

Laut Lohbeck emittieren Elektroautos unter derzeit realistischen Bedingungen 1,5 bis zweimal so viel CO2 wie ein konventioneller Kleinwagen. Wenn Elektroautos im Vergleich dennoch besser abschnitten, dann sei dies nur möglich durch geschönte Verbrauchswerte und abwegige Vergleiche, die Einbeziehung eines jeweils unterschiedlichen Atomstromanteils oder durch manipulative Zurechnung von Anteilen erneuerbarer Energie (Renewables), sagte der Greenpeace-Experte auf einer von der Fachzeitschrift "Automobilwoche" veranstalteten Konferenz.

Eine echte Überlegenheit der Elektroautos werde erst über die Ausschöpfung des Entwicklungspotentials der Batterien erreicht - verbunden mit Renewables-Anteilen um 50 Prozent und einem CO2-Ausstoß im Mix unter 300 Gramm CO2/kWh. Dies werde, sagte Lohbeck, "nicht vor 2030" der Fall sein.

Bis dahin dürften noch etliche Milliarden an Forschungsgeldern fließen. Um den Umschwung zu unterstützen, hält Zetsche staatliche Kaufanreize für nötig. Statt viele Projekte zu unterstützen, solle der Staat das Geld besser für vorübergehende Kaufhilfen ausgeben.

Als erfolgversprechendes Speichermedium nannte Zetsche die Lithium-Ionen-Batterie. Ihre Entwicklung müsse vorangetrieben werden. Wenn alle an einem Strang zögen, könne Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität werden.

rom/dpa

Gruss Rhanie.

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